UNGLAUBLOG

Intime Details, verstörende Einblicke und wirre Gedanken. Willkommen beim UnglauBlog.

Fr

10

Feb

2017

Making-of

Haben Sie UnglauBlech schon einmal live erlebt und sich gefragt, wie diese aufwändigen Bühnenshows entstehen? Sassen Sie da und hätten gerne gewusst, wer diese raffinierten Kostüme entwirft? Wir haben uns entschlossen, ein paar unserer Geheimnisse preiszugeben und für Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Entstehung unseres aktuellen Bühnenprogramms „Acht wie Blech & Schwefel“ aufzuzeichnen.

 

Im Februar 2016, kurz nach der letzten Vorstellung von Buabunmukaku, unserem letzten Programm, wurden in einem Brainstorming alle möglichen und unmöglichen Titel zusammengetragen. „Acht wie Blech & Schwefel“ gefiel uns gut.

Nun wurde ein grosses Marktforschungsinstitut damit beauftragt, mit einer Umfrage in den deutschsprachigen Ländern herauszufinden, ob der Titel auf Akzeptanz stossen würde. Die Umfragewerte waren deutlich: Von den Befragten und Befragtinnen zwischen 16 und 70 Jahren sagten 4,3% „UnglauWas?“, 3,6% „Haha, lustig.“ und 92.1% hatten „keine Meinung/ist mir egal“. Ein Traumresultat. Die Sache mit dem Namen war geritzt.

Da wir all unsere Musik selber arrangieren und komponieren, nahm dieser Teil, wie jedes Jahr, ziemlich viel Zeit in Anspruch. Mit dem Programmtitel im Kopf schrieben alle drauflos, ohne auch nur im geringsten darauf zu achten, ob die Musik etwas mit Blech, Schwefel oder dem Wilden Westen zu tun hatte. 

Die Kostümabteilung nähte uns unterdessen neue Anzüge. Vor allem für den asiatischen Markt sollten die Schultern etwas breiter sein und die Hosenbeine etwas länger. Die Farben blieben aber genau gleich. Als modische Weiterentwicklung wurde zu jedem Anzug ein farblich passender Hut entworfen und von einer traditionsreichen Manufaktur in Madrid hergestellt. Herrenhüte sind DAS Accessoire in den kommenden Saisons.

Mitte Oktober trafen wir uns, um die neuen Arrangements und Kompositionen einmal anzuspielen. Wir befanden alle für gut und gingen wieder nach Hause.

Unsere Marketingagentur in London schuf derweil erste Entwürfe für Flyer und Plakate. Die meisten waren schön, wir nahmen den schönsten. Darauf tragen wir unsere Anzüge (leider noch die vom letzten Jahr) und sehen einfach sehr, sehr cool aus. 

Nun, da wir den Titel, das Plakatlayout und die Musik hatten, machten wir uns an die Bühnenshow. Wir skizzierten erste Ideen für das Bühnenbild:

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Fr

17

Jun

2016

Das Leidgenössische Musikfest

Ein halbes Jahr Vorbereitung. Registerproben, Satzproben, Marschmusikproben, Doppelproben, Probewochenenden, Vorproben, Anspielproben und Vorbereitungskonzerte. Dazu noch die jährliche Abendunterhaltung und die Platzkonzerte an Ostern, weissem Sonntag, Muttertag, Fronleichnam, Pfingsten, Weltsuppentag und den runden Geburtstagen unserer Passivmitglieder sowie am Jubiläum des Hornschlittenclubs und zur Einweihung des neuen Lichtsignals.

 

Der Musikverein Harmonie UnglauBlech hat alles gegeben in der Vorbereitung auf das grösste Musikfest der Welt. 

 

In aller Himmelherrgottsfrüh' fuhren wir letzten Samstag mit dem Car gen Montreux. Weil Montreux fast in Frankreich liegt, hatten wir an der Generalversammlung beschlossen, den schönen Car mit den Ledersitzen zu buchen. 48 Ledersitze für acht Personen. 

Um 10.00 Uhr wurden wir von jemandem willkommen geheissen, der sich als unser Führer durch den Tag vorstellte und den wir danach nie mehr zu Gesicht bekamen. Das Programm würde hektisch: Schon um 12.00 Uhr wurden wir gefüttert, danach blieben nur vier Stunden bis zur Marschmusik. Die Anspannung wuchs, denn sie hatte Zeit.

 

Pünktlich standen wir bereit. Und was sahen wir gut aus! Die Uniform sass. Die Schuhe glänzten. Die Krawatten hatte uns Davids Mami am Freitag schon geknöpft.  

Was für eine Pracht: Zwei perfekte Glieder, die Absätze zusammen und den Blick siegessicher geradeaus. Die Jury hatte entschieden, dass wir den Bundesrat Gnägi-Marsch spielen mussten. Wir hatten eigentlich auf unsere zweite Wahl gehofft, aber Take Five ist in der Szene nicht so ein Evergreen wie "le Gnagi".

 

Da standen wir nun. Bereit zur Marschmusik.

 

Ein Mann fortgeschrittenen Alters in ausgetretenen Schuhen kam eiligen Schrittes auf uns zu und blickte sich um. Er sprach mit einem Streckenposten. Beide blickten sich um. Nun trat er zu unserem Mann vorne rechts und fragte nach dem Dirigenten.

 

Und so etwas nennt sich Experte! 

 

Hereinlegen wollte er uns! Aber nicht mit dem Musikverein Harmonie UnglauBlech!

 

Bei der Meldung wird sich nicht gerührt und schon gar nicht geredet!

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit trottete der missmutige Rennleiter von dannen und machte die Bahn frei. Vorwärts, Marsch!

Tambour Süess gab alles, der Spielwechsel gelang mühelos. Die Einleitung war eine Wucht. Der Bb9#5-Akkord mit dem Fortepiano am Schluss des ersten Teils gelang besser denn je. Das Basssolo war noch nie unser Problem. Kurz vor dem letzten Teil war die Strecke leider abgesperrt und wir spielten die zwei Chorusse mit den Soli stehend. Im Schlusstutti tobte schon die Menge. Unser Arrangement erfüllte seinen Zweck.

 

Leider wurden hatte die Jury einen anderen Geschmack und watschte uns kräftig ab. 21 Punkte. Das Publikum an der Strecke schien das genauso wenig zu verstehen, wie wir. Es gab Zuspruch von allen Seiten. 

 

Wir waren schliesslich auch nicht nur zum Marschieren ans Meer gefahren! Jetzt stand die Konzertmusik an. Wir merkten schon bald, dass wir auch in der 4. Klasse Fanfare Mixte noch zu den kleineren Vereinen gehörten. Nachdem wir alle Stühle beiseite geräumt hatten, warteten wir auf den netten Herrn, der uns sagen würde, ob wir das aufgezwungene, fade Aufgaben- oder das rattenscharfe Selbstwahlstück spielen sollten. Wir standen da, die Jury sass da und eine nette Dame redete da. Französisch. Sie sagte "Unglaublesch" und "viel Echfolg(ö)". Aber keiner kam und sagte uns, was wir zu spielen hatten. Die helvetische Sprachbarriere und unsere Nervosität hatten sich verbündet und schufen ein peinliches Schweigen.

Wir ergriffen die Flucht nach vorn und spielten unser Selbstwahlstück. Nach zwölf Minuten hartem Groove gab es erst zögerlichen, dann stürmischen Beifall des Publikums. Die Jury verliess derweil offensichtlich eingeschüchtert den Saal. Wir betrachteten das als Unverschämtheit und verliessen die Bühne, ohne das Aufgabenstück zu spielen. Zwei von uns hatten sowieso die Noten vergessen und einer kann ja gar keine lesen. Wir hätten uns nur blamiert. Dabei war uns das Selbstwahlstück richtig gut gelungen. 

 

Das olympische Motto murmelnd, während wir uns gegenseitig auf die Schultern klopften, gingen wir zum gemütlichen (Haupt-)Teil eines jeden Musikfests über: Bier und Platzkonzert.

Als wir nach vierzig Minuten Platzkonzert ein fantastisches Publikum mit dem letzten Stück verabschiedeten und mit all den bekannten Gesichtern auf "Montröö" anstiessen, fragte sich insgeheim jeder von uns, weshalb es "Musikfest" heisst, wenn das offizielle Programm etwa so viel Spass wie eine Prostatauntersuchung macht. 

 

Wie dem auch sei, wir sind auch 2021 wieder dabei und wünschen allen Teilnehmenden am zweiten Festwochenende viel Erfolg und vor allem Spass.

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Fr

26

Feb

2016

Bunt war's.

Buabunmukaku ist Geschichte. Vorläufig. In sechs Konzerten hat immer jemand applaudiert. Und unsere Anzüge gefielen auch. Es gab auch kaum Zwischenfälle. Dafür gab es den einen oder anderen positiven Zeitungsbericht:

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Mi

20

Jan

2016

Danke, Warren Buffett

Das Probelokal des MV Harmonie UnglauBlech war in einem jämmerlichen Zustand. Der Verputz blätterte von den Wänden, die eigentliche Farbe des Spannteppichs sah man nur noch unter dem Kühlschrank, der seit Jahren nicht mehr kühlte aber lärmte, und seit unser Ehrenmitglied Küde "Stumpe" Füglistaller damals das Notenarchiv in Brand gesetzt hatte, roch es auch äusserst unangenehm. 
Die Vereinsfinanzen liessen aber keine Renovation zu und keines der Mitglieder hatte auch nur einen Hauch von den handwerklichen Fähigkeiten, ein solches Projekt in Fronarbeit anzupacken. 
Der Vorstand hatte sich daher auf die Suche nach einem wohlhabenden und wohltätigen Kunstmäzenen gemacht. Man fand viele wohlhabende Menschen. Aber keiner war wohltätig genug. 

Doch dann erreichte unseren Präsidenten folgende Email:

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Fr

18

Dez

2015

Protokoll der Generalversammlung der Harmonie UnglauBlech

 

1. Anwesenheitskontrolle

Anwesend waren:
Sepp Zürcher, Präsident
Christian Plaschy, Aktuar
Markus Graf, Kassier
Thomas Roth, Uniformenverwalter
Florentin Setz, Jungmusikdirigent, Presseverantwortlicher
Michael Süess, Vizedirigent
Marc Jaussi, Neumitglied (nicht stimmberechtigt)
David Rufer, Neumitglied (nicht stimmberechtigt)

Nicht anwesend waren:

Jaroslav Vlček, Dirigent

2. Begrüssung und Präsenz

Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete Präsident Sepp Zürcher die 3. Generalversammlung des Musikvereins Harmonie UnglauBlech.

Auch dieses Jahr waren keine Ehrenmitglieder zugegen.

In einer Schweigeminute gedachten wir Bernd, dem sibirischen Tiger, der bei den Proben zu „Das dritte Streich“ entlaufen und von der S6 überfahren worden war.

Die Präsenzliste ergab die Anwesenheit von sechs Aktivmitgliedern. Das absolute Mehr bei Abstimmungen liegt somit bei vier Stimmen.

1. Begrüssung und Präsenz

2. Wahl des Stimmenzählers

3. Protokoll der GV vom 18.12.2014
4. Jahresbericht 2015
5. Jahresrechnung 2015
6. Mitgliederbewegung 2015

7. Wahlen*
8. Besoldungen
9. Jahresprogramm 2016
10. Auszeichnungen und Ehrungen
11. Mitteilungen des Dirigenten
12. Verschiedenes

Die Traktandenliste wurde ohne Ergänzungen angenommen.

2. Wahl des Stimmenzählers

Sepp Zürcher ernannte sich selbst zum Stimmenzähler, was durch Applaus bestätigt wurde.

3. Protokoll der letztjährigen GV

Thomas Roth bemängelte eine schlechte Formulierung auf Seite 52, ein fehlendes Komma auf Seite 19 und eine falsche Quellenangabe auf Seite 39. Der Aktuar behob die Mängel umgehend. Das überarbeitete Protokoll wurde mit Applaus angenommen.

4. Jahresbericht des Präsidenten 2015

Sepp Zürcher liess das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Besonders an das gelungene Jahreskonzert im Februar dachten alle gerne zurück. Das Platzkonzert an der Chilbi konnte nicht stattfinden, weil alle Schlagzeuger, Tubisten und der Vizedirigent im Stau steckten. Im geselligen Bereich waren es vor allem die Vereinsreise auf den Kronberg und der Chlaushöck, die in Erinnerung bleiben werden. Die Erwähnung der schlechten Vorbereitung und dem daraus resultierenden letzten Platz in der Parademusik am Kreismusiktag führte zu heftigen Diskussionen. Der Präsident musste die Stopp-Regel anwenden.

5. Jahresrechnung 2015

Der Kassier Markus Graf verlas die Jahresrechnung. Mit einem Nettoverlust von CHF 4.65 fiel diese unerwartet gut aus. Nur durch den Wiederverkauf der drei sibirischen Tiger, welche aus Transportgründen keine Verwendung in „Das dritte Streich“ fanden, konnte das Minus von CHF 27'792.80 fast ausgeglichen werden. Auf einen Antrag von Christian Plaschy zahlte jedes Mitglied sogleich einen Franken ein, wodurch 2015 zum Jahr mit dem grössten Plus in der Vereinsgeschichte wurde. Der Präsident warf ein, dass man ernsthaft über die Einführung eines Mitgliederbeitrags diskutieren müsse. Die Debatte endete in einem Handgemenge. Der Präsident musste die Stopp-Regel anwenden.

Die Jahresrechnung wurde dennoch mit Applaus angenommen.

6. Mitgliederbewegung 2015

Nachdem Ende 2014 zwei Mitglieder ausgetreten waren, schätzt der Verein sich glücklich, zwei Neuzugänge willkommen zu heissen.

Marc Jaussi und David Rufer wurden einstimmig in den Verein aufgenommen. Der Präsident Sepp Zürcher überreichte den beiden einen UnglauBlech-Aufkleber, je eine rote Unterhose, ein Paar neue Adiletten und den Musikpass des SBV.

Durch die beiden neuen Mitglieder ist der Verein hoffentlich am 1. August und am Platzkonzert am Muttertag wieder spielfähig.

Wir haben ein neues absolutes Mehr von fünf.

7. Wahlen

Sämtliche Amtsträger werden mit Applaus im Amt bestätigt und erhalten eine Flasche Klosterfraumelissengeist.

Die durch die Austritte vakante Musikkommission wird mit Marc Jaussi und David Rufer wieder ins Leben gerufen. Sie werden – bis der Verein wieder einen Dirigenten findet – zusammen mit Michael Süess dafür sorgen, dass wir peppige Musik fürs Volk machen können.

Seit dem Verschwinden von Jaroslav Vlček sind drei Jahre vergangen. Leider konnte noch immer kein Interimsdirigent gefunden werden. Der Verein zeigte sich dankbar und zufrieden mit der Arbeit von Vizedirigent Michael Süess. Es ist aber klar, dass möglichst schnell ein Dirigent gefunden werden muss. Markus Graf wies darauf hin, dass es für einen Verein in der vierten Klasse Fanfare-Mixte schwierig sein werde, einen Dirigenten zu finden. Man beschloss, wieder Inserate im Unisono und den umliegenden Lokalblättern zu schalten.

Florentin Setz erklärte sich bereit, die Verantwortung für die Tombola auf sich zu nehmen, wenn Sepp Zürcher die ebenfalls vakante Position des Festwirts annehme. Sepp Zürcher stimmte zu. Durch die geringe Mitgliederzahl muss mittlerweile jeder von uns mehrere Funktionen übernehmen. Sepp Zürcher dankte den Anwesenden, dass diese Zusammenarbeit meist harmonisch funktionierte. Kassier, Aktuar und Musikkommission kritisierten den Präsidenten für die mangelnde Mitgliederwerbung. Es kam zu einer kurzen Prügelei, niemand wendete die Stopp-Regel an. Zum Glück kam Kronenwirtin Rosa in den Saal und der Streit hörte plötzlich auf. Es folgte peinliches Schweigen. Sepp Zürcher wendete die Stopp-Regel an und die Generalversammlung ging weiter.

8. Besoldungen

Die Besoldung des Vizedirigenten lag bis anhin bei CHF 90.00 pro Jahr. Auf Antrag von Marc Jaussi wurde der Betrag auf CHF 100.00 erhöht. Der Jungmusikantenleiter erhält pauschal CHF 60.00 im Jahr.

Der Kassier erklärte, dass die Lohnkosten von CHF 160.00 gerade noch durch den Gönnerverein gedeckt werden können. David Rufer versprach, mit seinem Grosi darüber zu reden, ob Sie uns nächstes Jahr einen grösseren Batzen geben würde. Wenn wir an ihrem Geburtstag ein Ständchen halten würden, gäbe Sie bestimmt CHF 180.00.

5 Minuten Pause

9. Jahresprogramm 2016

2016 wird ein anstrengendes Jahr werden. Nach dem Jahreskonzert im Februar werden wir intensiv proben, um im Juni optimal vorbereitet ans Eidgenössische Musikfest in Montreux zu fahren. Im Juli folgt dann der Kreismusiktag und im Oktober dann das Herbstkonzert.

Michael Süess erklärte, wir hätten am Kreismusiktag vielleicht ein Problem mit dem Streckenverlauf der  Parademusik: Es könnte eine Linkskurve vorkommen. Da man seit dem Bau des Kreisels vor dem Bären keine Linkskurve im Dorf mehr finde, müssten wir intensiv an diesem heiklen Manöver arbeiten, wollten wir uns nicht blamieren. Auf Antrag von Michael Süess beschloss man einstimmig, den Marschmusik-Probesamstag auf dem Flugplatz Dübendorf zu einem Probewochenende auszubauen. So könnten die beiden Reihen jeweils halbtags einzeln proben und wir hätten doch einen halben Tag Zeit, gemeinsam die Linkskurve einzustudieren.

Ob eine Kleinformation am Raebeliechtliumzug spielen wird, ist noch nicht klar, da der Präsident der Pfadi letzte Woche in den Ferien war.

Die Kosten für die Übernachtung führten zu einer kurzen Diskussion, die zu einem blauen Auge und einem angeknacksten Finger führten. Sepp Zürcher wendete die Stopp-Regel an. Man beschloss, deshalb, in Bern bei einem Kumpel von Florentin Setz zu schlafen. Markus Graf sagte, dass er dann lieber selber für ein Hotel sorge, man wisse ja, was für Freunde Florentin Setz habe. Sepp Zürcher wendete die Stopp-Regel an, bevor eine Diskussion entstand.

Das Jahresprogramm wurde mit fünf zu drei Stimmen genehmigt.

Der Präsident freut sich auf einen guten Probenbesuch und tolle Auftritte.

10. Auszeichnungen und Ehrungen

Kein Mitglied hatte weniger als fünf Absenzen und niemand erhielt ein Geschenk. Der Antrag von Marc Jaussi, die ehrungswürde Absenzenzahl auf 10 zu erhöhen, wurde angenommen. Somit haben alle Mitglieder 2015 Anrecht auf ein Geschenk. Die Vereinskasse spendiert eine Runde Bier. David Rufer wird sein Grosi um CHF 200.00 bitten.

11. Mitteilungen des Dirigenten

Jaroslav Vlček fehlte auch an dieser Generalversammlung unentschuldigt. Also keine Mitteilungen. Wir nehmen an, er wäre zufrieden gewesen.

12. Verschiedenes

Es sind keine Anträge eingegangen.

Der Vorstand schlug dem Verein vor, ein Terrarium für die Tristan, die Anakonda im Probelokal zu kaufen. Die Ausbildung von Jungmusikantinnen und Jungmusikanten in einem Raum mit einer Achtmeterschlange sei fahrlässig. Der Verein lehnte 6:2 ab und Rosa von der Krone stellt den Jungmusikanten das Sääli gratis zur Verfügung. Danke Rosa!

Thomas Roth hat den Antrag gestellt, dass Tristan einen Partner oder eine Partnerin haben und statt mit toten mit lebenden Mäusen gefüttert werden sollte. David Rufer gab zu bedenken, dass eine zweite Anakonda ein Problem für Tristan darstellen würde, der eher einzelgängerisch ist. Sepp Zürcher kauft die Mäuse ab sofort lebendig.

Michael Süess hatte fristgerecht beantragt, dass in Zukunft grössere Raubtiere nur noch auf einstimmigen Beschluss des Vereins gekauft werden dürfen. Nachdem man aus dem Eisbären 2014 nichts gelernt habe, sei die Sache mit den Tigern 2015 nur durch Glück glimpflich ausgegangen. Die Musikkommission argumentierte, dass künstlerisches Schaffen Flexibilität brauche und die Selbstschussanlage vor dem Probelokal in Zukunft solche Probleme ausschliessen würde. Ausserdem seien die neuen Paviane schon leicht zahm. Der Antrag wurde 7:1 abgelehnt. 

Der Präsident Sepp Zürcher schloss die Generalversammlung um Mitternacht und der Verein ging zum gemütlichen Beisammensein über. Um halb Ein Uhr musste der Präsident die Stopp-Regel anwenden und man ging nach Hause.

Der Präsident                                      Der Aktuar

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There's no business like show business.

Unser zweites Programm wirft seinen Schatten voraus. Der Schatten zeigt wirres Haupthaar, grosse Ohren und etwas, das wie ein drittes Bein aussieht. Verdacht auf Tollwut.
Nomen est Omen. Irrsinn 2.0 (vorläufiger Arbeitstitel) spricht da Bände. Natürlich fiel die Musikwahl diesem Thema angemessen aus. Die Arrangements sind fertig geschrieben und somit zu ungefähr 42.7% so, wie sie am Konzert ertönen werden. Die Besetzung bleibt wie gehabt: Die Vielfalt der möglichen physiologischen Konsequenzen eines Y-Chromosoms wird bilderbuchhaft dargestellt und bringt Heerscharen von Damen in Wallung.*
Da uns ja eine Art "Gesamtkunstwerk für Arme" vorschwebt, suchen wir noch jemanden, der uns innert nützlicher Frist die Grundlagen von Ausdrucks- und Bauchtanz beibringen kann. Bäuche haben einige schon, Ausdruck irgendwie auch.  Sollten Sie eine heilpädagogische Ausbildung, Erfahrung in der Psychiatrie und auch noch eine Ahnung von Tanz haben, melden Sie sich unter "Kontakt"!

Das Auge hört mit, sagt man. Also legen wir in gewohnter Weise viel Wert auf schöne, diskret-elegante Bühnenkleidung. Während einige behaupten, ein klassisch ausgebildeter Berufsmusiker spiele nur im Frack, legen andere Wert auf Praktikabilität: Nach dem Konzert soll man damit die Bühne abräumen können. Es soll pflegeleicht sein. Es soll einheitlich sein. Bunt sein. Billig. Lächerlich. Schnell war klar, dass es nur ein Tenue gab, das wir alle besitzen und das diese Kriterien erfüllt:

Der Tarnanzug 90 der besten Armee der Welt.

Weil unsere Erfahrungen mit dieser Elite-Truppe aber grösstenteils diametral entgegengesetzt zur Meinung der verantwortlichen Politiker stehen, lassen wir das bleiben. Was einer schweizer Militäruniform am nächsten kommt (ein Clownkostüm) wurde wegen der Schuhe und dem damit einhergehenden Problem beim Ausdruckstanz verworfen.
Wir suchen also weiter nach dem ultimativen Bühnenoutfit. Von den grossen Modehäusern, denen wir uneigennützig eine Zusammenarbeit angeboten haben, haben nur zwei geantwortet:
Der Brief von Prada lässt sich mit "Wir unterstützen keine Armen. Aber gerne würden wir uns den Tuba-Gigbag genauer ansehen. So etwas klotzig-hässliches könnten wir gut zu horrenden Preisen an die betuchte Kundschaft verhökern."
Die zweite Antwort kam von Beate Uhse. Nächste Woche probieren wir acht Latex-Ganzkörperanzüge aus. Formbetont, schlicht, praktisch. Zeitlos elegant. Unsere Bedenken bezüglich Atmungsaktivität wurden von den Verantwortlichen mit dem Hinweis auf das ausgeklügelte Dreiloch-Belüftungssystem zerstreut. 
Bleibt noch die ewige Diskussion. Krawatte oder nicht?


*Wenn die oftmals herbeigesehnten Ausserirdischen dereinst kommen, um den Menschen zu untersuchen, nehmen sie vielleicht uns acht im Paket als Versuchsexemplare mit. Erstens sind wir leicht zu finden und zweitens bieten wir einen guten Überblick über die männliche Hälfte der Spezies Mensch. Und wenn sie uns mitnähmen, wären wir auch endlich auf dem Schiff gewesen. Galaktische Win-Win-Situation. Als weibliches Pendant bliebe nur noch die schwedische Volleyball-Nationalfrauschaft. Die beste Kreuzfahrt aller Zeiten.