PRESSE

Was man sich so über uns erzählt...

Die Thurgauer Zeitung berichtet über Acht wie Blech & Schwefel.

BOTTIGHOFEN ⋅ Volles Haus im Dorfzentrum: Das Blech-Ensemble Unglaublech feierte mit seinem Programm «Acht wie Blech und Schwefel» am Samstag seinen Tournéeauftakt.

Man nehme acht junge Berufsmusiker mit Trompeten, Posaunen, Tuba und Schlagzeug, stecke sie in papageienbunte An­züge und lasse sie mit einem Programm zum Thema «Acht wie Blech und Schwefel» auf das Publikum los. Da ist es kein Wunder, dass auch ein grösserer Saal wie jener im Dorfzentrum Bottighofens fast zu klein ist, die vielen Fans zu fassen.

Musikalische Gags im Wilden Westen

Was würde besser passen, um das Publikum auf den Weg in den Wilden West mitzunehmen, als die Morricone-Melodien aus den verschiedenen Western. Da konnte man sich die Wüstenlandschaften und die Duelle der Cowboys lebhaft vorstellen dank der originellen Arrangements und der perfekten musikalischen Umsetzung durch die engagiert spielenden Akteure. Die musikali-schen Gags und Improvisationen rissen das Publikum mit, und man freute sich auch, wenn plötzlich bekannte Melodien aus Fernsehserien und der Heimat auftauchten. Ja, sogar André Rieu kam mit einem festlichen Walzer zum Zug. Es brauchte wenig Schauspielerisches, denn das ­Publikum war schon durch die Perfektion der Musiker gefesselt genug. Die «unglaublechen» Musiker bewegen sich musikalisch in allen möglichen Stilrichtungen, vom Jazz über zeitgenössische Klänge bis hin zu lyrischen Balladen, und dies mit einer Präzision, die nichts zu wünschen übrig lässt. Dazwischen spürt man auch immer wieder eine ­Prise Humor. So zum Beispiel, wenn sie als Spiel für harte Männer beim Gummitwist herumhüpfen.

Da sind die zwei Stunden des Konzerts nur allzu schnell vorbei, und trotz des frenetischen Applauses lassen sich die «unglaub­lechen» acht Musiker nur zu zwei Zugaben verleiten. Diese haben es allerdings in sich. Da erklingt einerseits Bachs «Air» in einem herrlichen Arrangement, und mit «Wonderful World» findet die gelungene Tournéepremiere einen besinnlichen Abschluss. Nun geht es für die Musiker weiter auf Tournée durch die ganze Schweiz.

 

 

Erwin Schönenberger, Thurgauer Zeitung vom 6. Februar 2017

"Das dritte Streich" in Gonten. Der Appenzeller Volksfreund berichtet.

Dienstag, 19. Mai 2015


Könner in allen Sparten 
Jede Exkursion gelang so gut, weil alle virtuose Instrumentalisten sind, zum Teil auch raffinierte Arrangeure und talentierte Komponisten. In Soli, Duetten und im Chor, in kanonartigen Sequenzen und vielschichtigen Arrangements bewies jeder Musiker seine hervorragenden Qualitäten. Sie loteten die Klangfarben der Trompeten und Posaunen aus: Vom gestopften, warmen melancholischen Groove über glockenhelle Triller bis zu elektrisierenden Harmonien. Sie tanzten vom eleganten Swing, zum mitreissenden Pop, vom Schmachtfetzen zum flotten Cabaret–Sound, vom lyrischen Jazz–Standard zur narrativen Klangcollage. Das taten sie – trotz Coolness und viel Bewegung auf der Bühne – mit unglaublecher Präzision und mit austariertem Drive. Auch singen können die Jungs. Das Jazz–unerprobte Publikum getraute sich leider nicht, die Einzelauftritte oder besonders schön ausgearbeitete Improvisationen mit Zwischenapplaus zu honorieren. Am Schluss des zweistündigen Konzerts – und auch mal dazwischen, wenn es dazu animiert wurde – klatschte es jedoch begeistert im Takt und wurde mit zwei Zugaben belohnt.

 

UnglauBlech vielseitiges neues Programm

Sieben Blechbläser und ein Drummer nahmen das Publikum mit zu einem Streifzug quer durch die Musikwelt

 

Die Freude an der Vielseitigkeit der Blechblasinstrumente war auch im Spiel der acht Berufsmusiker von UnglauBlech auszumachen. Marc Jaussi und Thomas Roth (beide Trompeter), David Rufer und Florentin Setz (Posaunisten), Christian Plaschy (Bassposaune) und Michael Süess (Drums) und die Innerrhoder Sepp Zürcher, der Gründer der Formation, mit seiner Tuba und Trompeter Markus Graf beschlossen die Schweizer–Tournee mit ihrem dritten Programm in Gonten. Das Konzert in der gut besetzten Mehrzweckhalle war gratis. Den Besuchern hat es so gut gefallen, dass sie den Kollektentopf sicher grosszügig füllten.

Trockener Humor auf der Musikreise 
«Das dritte Streich» lautete der ironische Titel der zweistündigen Tour de Force durch die Musikwelt, die von Regisseurin Charlotte Joss in Szene gesetzt wurde. Genauso frech trug Markus Graf die Moderationen vor, mit stoischem Gesichtsausdruck, auch wenn sie noch so makaber waren. Warum die Brassformation nach der Pause in halbstransparenten Schutzanzügen auftrat, erschloss sich wohl nicht jedermann und jederfrau. Denn im Frack machten die Herren trotz Adiletten eine gute Figur. Die Musiker liessen fast nichts aus: Sie nahmen Anlauf mit einem Zusammenschnitt aus Nabucco samt Gefangenenchor, nahmen Fahrt auf mit einem Queen–Feature, schwenkten ab zu Jazzklassikern und Choral, rasten hemmungslos durch «Hudigääggeler» und Filmsoundtracks und machten Seitensprüge zu Kinderliedern und Klangexperimenten.

"Jetzt wir." in Gonten. Bericht aus dem Appenzeller Volksfreund

Donnerstag, 16. Januar 2014

«UnglauBlech» – und unglaublich erfrischend

Junge Blasmusiker «in concert» und die Uraufführung einer Eigenkomposition in Gonten

Acht junge Berufsmusiker und Musikstudenten aus der Ost–und Innerschweiz, drei von ihnen aus Innerrhoden – Gonten, Appenzell und Oberegg – traten am Sonntag als «UnglauBlech» im Mehrzweckgebäude in Gonten zum ersten Konzert im neuen Jahr auf. Sie spielten ohne Noten.

Drei Trompeten, drei Posaunen, eine Tuba und ein Schlagzeug: Acht junge Männer mit ihren Instrumenten brechen auf in eine eigene Musikwelt. Die Aufführung in der Mehrzweckhalle Gonten war ein Erfolg. Einheimische und auswärtige Gäste wurden nicht müde, ihrer Freude Ausdruck zu geben über das gelungene abendfüllende Konzert.

Stilistische Vielfalt 
Die stilistische Vielfalt ist das Markenzeichen der Blechformation «UnglauBlech». Ob Jazz, Rap, Klassisch, Dixie, Gospels, Volkslieder oder Rugguusseli – in alles hinein bringen sie ihre eigenen Improvisationen. Die ganze Vielfalt ist wie aus einem Guss, ist schlicht und einfach unglaublich faszinierend. Die Idee zur Band hatte der Gontner Sepp Zürcher, der Mann an der Tuba. Mit seinen Kollegen studierte er letzten Sommer bei sich daheim auf der Scheidegg das Musikprogramm ein. Professionalität, Freude und Spass an der Musik verbindet die sieben Blechbläser und den Schlagzeuger.
Durchs Programm am Sonntagabend führte mit appenzellischem Humor der Trompeter Markus Graf aus Appenzell. Ein Virtuose auf seiner Trompete ist Roman Pizio aus Oberegg, der mit seinen Improvisationen erfreut. Mit drei Musikern in der Band ist Innerrhoden gut vertreten. Weitere zwei kommen aus dem Thurgau, je einer aus den Kantonen Luzern, Graubünden und Schaffhausen. Bei gar manchem Stück sagte Markus Graf: «Da häd de Sepp arrangiert.» 

Zum Abschluss doch «E richtigs Öserigs» 
Über eine fundierte Ausbildung verfügen alle acht Musiker. Sie lernten sich in Musikhochschulen kennen, in Brassbands, im Militär. Bereits im jugendlichen Alter von neun oder elf Jahren haben alle ein Blasinstrument erlernt. Was ihre Aufführung lebendig machte war ihr unbeschwertes Auftreten und die Sicherheit, mit der sie alles ohne Noten spielten oder sangen. Am Anfang die Melodie von «S Ramseiers wei go grase», «Lueged vo Bärg und Tal». Zum Abschied ein rumänischer Tanz und «E Öserigs – e Rugguusseli oss de Steiermark». Zu den Höhepunkten gehörten die Uraufführung einer neuen Komposition des Bündner Posaunisten Basil Zinsli, verschiedene Solis und das Solo auf der Tuba mit Sepp Zürcher.

Bericht aus der Thurgauer Zeitung über unser Konzert im Blaswerk Haag: