Making-of

Haben Sie UnglauBlech schon einmal live erlebt und sich gefragt, wie diese aufwändigen Bühnenshows entstehen? Sassen Sie da und hätten gerne gewusst, wer diese raffinierten Kostüme entwirft? Wir haben uns entschlossen, ein paar unserer Geheimnisse preiszugeben und für Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Entstehung unseres aktuellen Bühnenprogramms „Acht wie Blech & Schwefel“ aufzuzeichnen.

 

Im Februar 2016, kurz nach der letzten Vorstellung von Buabunmukaku, unserem letzten Programm, wurden in einem Brainstorming alle möglichen und unmöglichen Titel zusammengetragen. „Acht wie Blech & Schwefel“ gefiel uns gut.

Nun wurde ein grosses Marktforschungsinstitut damit beauftragt, mit einer Umfrage in den deutschsprachigen Ländern herauszufinden, ob der Titel auf Akzeptanz stossen würde. Die Umfragewerte waren deutlich: Von den Befragten und Befragtinnen zwischen 16 und 70 Jahren sagten 4,3% „UnglauWas?“, 3,6% „Haha, lustig.“ und 92.1% hatten „keine Meinung/ist mir egal“. Ein Traumresultat. Die Sache mit dem Namen war geritzt.

Da wir all unsere Musik selber arrangieren und komponieren, nahm dieser Teil, wie jedes Jahr, ziemlich viel Zeit in Anspruch. Mit dem Programmtitel im Kopf schrieben alle drauflos, ohne auch nur im geringsten darauf zu achten, ob die Musik etwas mit Blech, Schwefel oder dem Wilden Westen zu tun hatte. 

Die Kostümabteilung nähte uns unterdessen neue Anzüge. Vor allem für den asiatischen Markt sollten die Schultern etwas breiter sein und die Hosenbeine etwas länger. Die Farben blieben aber genau gleich. Als modische Weiterentwicklung wurde zu jedem Anzug ein farblich passender Hut entworfen und von einer traditionsreichen Manufaktur in Madrid hergestellt. Herrenhüte sind DAS Accessoire in den kommenden Saisons.

Mitte Oktober trafen wir uns, um die neuen Arrangements und Kompositionen einmal anzuspielen. Wir befanden alle für gut und gingen wieder nach Hause.

Unsere Marketingagentur in London schuf derweil erste Entwürfe für Flyer und Plakate. Die meisten waren schön, wir nahmen den schönsten. Darauf tragen wir unsere Anzüge (leider noch die vom letzten Jahr) und sehen einfach sehr, sehr cool aus. 

Nun, da wir den Titel, das Plakatlayout und die Musik hatten, machten wir uns an die Bühnenshow. Wir skizzierten erste Ideen für das Bühnenbild:

Der klassische Western lebt nicht zuletzt von den eindrücklichen Landschaften und Szenerien. Zu Beginn der Planung wurden Ideen für ein traditionelles Bühnenbild gesammelt, das jedoch aus Tierschutzgründen nicht umgesetzt werden konnte.

Wer "Acht wie Blech & Schwefel" schon gesehen hat, kann wohl bestätigen, dass das endgültige Bühnenbild eine ganz andere, avantgardistischere Richtung eingeschlagen hat. Neominimalismus statt Animalismus, sozusagen. 

 

Wie jedes Jahr sollte dem Publikum auch im fünften Bühnenprogramm mindestens einmal der Adrenalinspiegel durch die Decke gehen. Dem letztendlich verwirklichten Gokart-Stunt gingen einige einfacher realisierbare Ideen und Skizzen voraus.

Jeder von uns entwarf seine Kostüme selber und die Kostümabteilung setzte diese Visionen schliesslich um. 

Alle Kleider tragen sowohl die Handschrift ihres Schöpfers als auch feine Hinweise auf die seelischen Verwerfungen der Rolle, die es repräsentiert.

Als sämtliche Kostüme und Requisiten sowie das Bühnenbild fertig waren, begannen die Proben und parallel dazu die Dreharbeiten zum Trailer, der Anfang Februar veröffentlicht wurde. Die Probephase war kurz und die Nerven lagen manchmal blank. Vor allem bei den waghalsigen Kampfszenen war die Anspannung gross, doch zum Glück ging immer alles glimpflich aus und wir wurden von Verletzungen verschont. 

Wir zogen alle am gleichen Strick, wir hatten alle nur ein Ziel: Das beste und grösste Programm in der Geschichte von UnglauBlech zu erschaffen. 

 

 

 

 

 

Am 4. Februar 2017 ging die Premiere von "Acht wie Blech & Schwefel" über die Bühne.

 

 

 

Die Voraussagen unseres Marktforschungsinstituts haben sich als richtig erwiesen. 

 

 

 

Über 250 Menschen wohnten dem Ereignis bei.

 

 

 

UnglauBlech spielt "Acht wie Blech & Schwefel" acht Mal im Frühjahr 2017.

 

 

 

UnglauBlech denkt schon an die Tournee 2018.

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