Noch einmal schlafen, dann kommt's dicke.

Jesses, morgen ist Konzert! Das ist wie früher, als man ein Mal im Jahr mit der Blasmusik in der Mehrzweckhalle zu spielen hatte: Man ist etwas angespannt, freut sich aber kindisch auf die Tombola.

 

Wir freuen uns auf bekannte und unbekannte Leute, denen wir einen schönen Abend bereiten können. Wir freuen uns auf schöne Töne, die unerwartet kommen. Und über alle, mit denen wir gerechnet hatten auch. Wir freuen uns auf taktierende Füsse. Applaus. Bravo-Rufe. Büstenhalter, Teddybären und Blumen, die auf die Bühne fliegen. Und wir freuen uns auf strahlende Gesichter.

 

A propos Gesichter: Die Unseren werden im Verlaufe des Abends ganz schön deformiert werden. Aber "that's business", wie die Franzosen sagen.

Natürlich hat man auch so seine Bedenken: Was, wenn es nicht gefällt? Was, wenn man Zugaben spielen muss, aber nichts mehr kann? Was, wenn keiner kommt? Was, wenn jemand im Publikum kommt? Heikle Situationen.

Man muss sich halt vorbereiten. Um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein, haben wir einen Sattelschlepper voller Ersatzkleider, -Instrumente und -Musiker hinter dem Konzertlokal parkiert. Die Musiker haben wir in Russland gekauft. Sie sind etwas abgemagert, aber der Händler versicherte uns, sie wären gesund und gegen Hitze und Kälte abgehärtet. Brot und Wasser genügten völlig. Garantie gab er keine. Nur ein Rückgaberecht bei fachlicher Unzulänglichkeit. Aber was wir können, können die wohl auch. Vielleicht lassen wir einfach sie spielen und klopfen unterdessen im Hecht einen Jass. Wir sind nämlich nur deshalb zu acht, damit wir in zwei Partien jassen können.

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Kommentare: 1
  • #1

    Marianne Pauli (Donnerstag, 19 September 2013 23:41)

    Super das Konzert, ein tolles Programm, für jeden Geschmack etwas, arrangiertes und komponiertes, urchiges, jazziges, gemütliches, melodisches und zum Teil mit Gesang. Da können die eingekauften Russen wieder zurückgegeben werden, eure Probewochen haben sich gelohnt!